Das Rezept für Bewerbungsbilder

Die Bewerbungsphase steht bei jedem Mensch früher oder später auf der To-Do Liste. Der Schritt ins Berufsleben erfordert natürlich auch eine aussagekräftige Bewerbungsmappe. Mit einem strukturierten  Lebenslauf, einem aussagekräftigen Anschreiben und einem gut gelungen Bewerbungsbild wollen wir den zukünftigen Arbeitgeber von uns überzeugen. Eine Bewerbungsmappe benötigt Zeit und ist nicht innerhalb von 10 min. zusammengestellt. Damit der erste Eindruck besonders positiv ausfällt, hat das Bewerbungsbild eine bestimmte Rolle. Welche das ist, verrate ich dir im folgenden Beitrag. 
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Fragen über Fragen

Beim Thema Bewerbungsbilder werden wir schnell nervös und unsicher. Was ziehe ich an? Wie soll ich meine Haare machen? Auf welche Punkte muss ich achten? Zunächst einmal tief ein- und ausatmen – keine Panik. 

Ein Personalleiter schaut sich im Durchschnitt deine Bewerbung innerhalb von 43 Sekunden an. Und in genau diesen 43 Sekunden ist dein Bewerbungsbild besonders wichtig. Ein Bild wird immer zuerst vom Auge erfasst. Somit kann dein Bewerbungsbild in kurzer Zeit sehr viel Eindruck hinterlassen.  

Wie überall, so gibts es auch bei Bewerbungsbilder immer wieder neue Trends. Wenn wir die Bewerbungsbilder von vor 10 Jahren vergleichen, werden wir erhebliche Unterschiede feststellen. Mit der Zeit hat sich auch die Größe des Bildes verändert. Anfangs wurde ein Bewerbungsfoto immer in Passbildgröße oben rechts auf den Lebenslauf geklebt. Viele verwenden das Bewerbungsbild auch direkt auf dem Deckblatt. Den Tipp den ich hier geben kann ist, je größer dein Bild, desto emotionaler ist dein Auftritt und gleichzeitig auch dein Wiedererkennungswert. Ein größeres Bild kommt besonders gut bei Initiativbewerbungen an. Hier kannst du direkt eine hohe Aufmerksamkeit erzielen. 

Damit dein zukünftiges Bewerbungsbild aussagekräftig wird, gebe ich meine Tipps an dich weiter.  

 

1. Kleidung

Die Fragen aller Fragen. Was ziehe ich an? 

Grundsätzlich sollt hier darauf geachtet werden, dass die Kleidung seriös und gepflegt wirkt. Ein Hemd oder Bluse sollte keine sichtbaren Falten oder Flecken haben. Eine zu schrille Farbe oder starke Muster sind eher ungeeignet. Bei karierten Hemden oder Blusen sollte das Muster sehr fein sein. Ein eher schlichtes und konservatives Outfit ist für Bewerbungsbilder besonders von Vorteil. 

Wir Frauen tragen gerne Schmuck. Dieser sollte sehr dezent und schlicht gehalten werden. Ein protzige Halskette oder zu große Ohrringe sind für Bewerbungsbilder die falsche Wahl. 

Bei den Herren ist der Halsschmuck eher eine Krawatte (optional). Hier ist darauf zu achten, dass der Kragen sehr ordentlich gebunden ist und in der Mitte des Kragen sitzt.

 

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2. Haare/Frisur

Auch in diesem Punkt müssen wir die Geschlechter wieder getrennt betrachten. Bei den Männern ist ein kurzer Frisörbesuch vor dem Shooting zu empfehlen. Ein dezentes Styling ist hier schon ausreichend. Zu viel Haargel oder zerzauste Haare sind eher ein No-Go. Nicht zu vergessen ist der Bart. Auch dieser sollte gestutzt und gepflegt sein. Er rundet das Erscheinungsbild nochmal besonders ab. 

Bei Frauen mit langen Haaren gibt es allerdings mehr zu beachten. Offene Haare, Pferdeschwanz oder doch ein klassischer Dutt? Alle drei Varianten haben verschiedene Bedeutungen.

Es gilt: Je seriöser du wirken möchtest, desto eher solltest du die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden oder sogar eine Hochsteckfrisur (Dutt) in Betracht ziehen. Studien haben belegt, das zusammengebundene Haare eine Person kompetenter wirken lassen als die Personen, welche die Haare offen tragen. Welche Frisur du letzen Endes zum Shooting tragen möchtest ist Abwägungssache. 

Mein Tipp an dich: Probiere zuhause alle Varianten aus und entscheide dich für die, welche zu dir am besten passt. Wenn du beispielsweise im Alltag oft einen Pferdeschwanz trägst, wirst du dich mit dieser Frisur am wohlsten fühlen. Wichtig ist, dass du am Ende die Person widerspiegelt, die du auch bist. 

3. Make-Up

In puncto Make-Up können wir Frauen auch schnell mal daneben greifen.

Bevor du zum Mascara oder Rouge greifst, solltest du für dich definieren, wie du in deiner Bewerbung auf Ausstehende wirken möchtest.

Wenn du ein seriöses Auftreten bevorzugst, sollte das Make-Up sehr dezent sein. Wichtig ist, welche Arbeitgeber und Branche Du ansprichst. Falls du dich bei einem Frisör oder im kreativem Bereich bewerben möchtest, kann etwas mehr Farbe sich positiv auswirken. Bei konservativeren Arbeitgebern ist genau das Gegenteil der Fall. 

Bei den Bewerbungsbilder kommt es besonders auf dich und deinen Typ/Stil an. Schließlich geht es darum, dich so zu zeigen, wie du auch bist. Ein falsches  Erscheinungsbild wird im Nachhinein zur Geltung kommen. Wenn du im Alltag generell kein Make-Up verwendest, dann bleib deiner Linie auch treu. Für alle andere Frauen, die eine tägliche Make-Up Standard Routine haben, dürfen natürlich Ihr Puder, Mascara etc. verwenden – nur etwas dezenter. Ein mattes Puder und etwas Mascara bilden oft schon den perfekten schlichten Look. Rouge sollte eher vorsichtig und in Maßen aufgetragen werden. Bei einem seriösen Auftritt kann Lidschatten oft schon zu viel des Guten sein. Falls ihr gerne Lidschatten trägt, verwendet eine Farbe, die kaum von Eurer Hautfarbe zu unterscheiden ist. Vorsicht ist geboten in Sachen Lippenstift. Dieser kann deinen Look abrunden aber sollte nicht zu aufdringlich wirken. Meide Lippenbalsam und Lipgloss welcher deine Lippen zum Glänzen bringt. Eine matte Variante, welcher deiner Lippenfarbe dezent schmeichelt, kann verwendet werden. 

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4. Das letzte Detail

Bevor das Bewerbungsbild aufgenommen wird, stehen bei vielen schon die Listen der anzuschreibenden Unternehmen fest. Warum ist/kann das wichtig für das Bewerbungsbild sein?

An dieser Stelle kommt die Farbenlehre ins Spiel. Jeden Tag wird unser Auge mit unterschiedlichen Farben konfrontiert, welche sich unterschiedlich auf uns Menschen auswirken.

Hier zwei Beispiele: Die Farbe rot verbinden wir mit Leidenschaft, Hitze und kann auch mit Aggression in Verbindung gebracht werden. Große Firmen wie z.B. Netflix und Coca-Cola stechen damit heraus. Nehmen wir noch als Vergleich die Farbe blau. Diese Farbe wirkt auf uns ruhig, kühl und entspannend. Ein helles blau wirkt sehr friedlich wohingegen ein tiefes blau Kraft symbolisiert. Wenn du deinen zukünftigen Arbeitgeber mit Professionalität und Vertrauen überzeugen möchtest, ist diese Farbe passend für dich.

Falls dein Wunscharbeitgeber eine starke Farbe wie z.B. rot als Corporate Design hat, gibt es auch hier einen guten Tipp. Sehr starke und dominierende Farben sollten nicht bei der Wahl der Bluse oder des Hemdes gewählt werden. Setzt hier auf dezente Details. Bei Frauen können die Farben in den Ohrringen oder im Anhänger der Halskette geschickt eingebaut werden. Bei den Männern hingegen können die Farbdetails in der Krawatte eingebunden werden oder ein schmal gefaltenes Einstecktuch im Sakko.

Alle weiteren details zur haltung, lächeln, gesichtsausdruck, hintergrund u.v.m werden wir vor und während dem shooting besprechen.
Falls du trotz meinen tipps noch fragen haben solltest, werde ich diese sehr gerne beantworten.
 

 

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